zoologo_at Logo
Unsere Seite verwendet Cookies und ähnliche Technologien, um die Benutzererfahrung auf unserer Website zu verbessern, Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Nutzung unserer Website zu analysieren. Mit Ihrer Einwilligung stimmen Sie der Verwendung von Cookies sowie der Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten zu, um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis und mehr Funktionen zu bieten.

Sie können Ihre Einwilligung jederzeit in den Cookie-Einstellungen anpassen oder widerrufen.
Kontakt
Kontakt-Formular
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!
Häufige Fragen
Finden Sie hier eine schnelle Antwort auf Ihre Frage.
ZOOLOGO-App
Hier können Sie unsere ZOOLOGO-App herunterladen
Einkaufswagen
Wird geladen..

Hundeerziehung – darauf sollten Sie achten

Lesezeit: 8 min.
Erstellt am: 10.02.2021, Aktualisiert am: 11.04.2024

Hundeerziehung – darauf sollten Sie achten

Viele frischgebackene Hundebesitzer sind anfangs etwas ratlos, wenn es um die perfekte Hundeerziehung geht. Es ist immer gut, sich bereits im Vorfeld darüber zu informieren, was Ihr Hund braucht, und mit welchen Tricks Sie am schnellsten oder einfachsten an Ihr Ziel kommen. Bei Welpen und älteren Hunden gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, die Sie beachten sollten. Und auch zum Thema Hundeschule gibt es eine Menge zu bedenken. Selbst erziehen oder Hundeschule? Wie alt muss mein Hund dafür sein? Was sollte ich bei der Hundeerziehung beachten? Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Sollte ich meinen Hund selbst erziehen oder in die Hundeschule gehen?

Das kommt nicht nur auf Ihren Hund, sondern auch auf Sie an. Haben Sie bereits Erfahrung mit Hunden? Setzen Sie sich viel mit diesem Thema auseinander? Kommt der Hund aus dem Tierheim bereits mit oder ohne Erziehung zu Ihnen? Ist Ihr Hund schon älter oder noch ein Welpe? Welpen lernen schneller als ältere Hunde – deshalb probieren hier erfahrene Hundebesitzer oft selbst, Ihren Vierbeiner zu erziehen. Dieses Thema kann jedoch auch erfahrene Besitzer überfordern. Je älter das Tier ist und je nachdem, was es schon erlebt hat, kann auch ein Tierheim-Hund bereits eine gute Erziehung genossen haben. Wenn Sie einen Hund aus einem Tierheim aufgenommen haben, sollten Sie sein Verhalten beobachten und herausfinden, ob er auf Sie hört oder nicht. Hat er bereits eine gute Kinderstube genossen oder müssen Sie erst wieder bei Null anfangen? Sie sollten in gravierenden Fällen dringend einen ausgebildeten Trainer aufsuchen, wenn Ihr Hund nicht auf Sie hört, Sie ignoriert, oder sich aggressiv verhält.

Eine Hundeschule ist grundsätzlich immer empfehlenswert, selbst mit Hundeerfahrung. Jeder Hund hat einen anderen Charakter und Sie können lernen, auf diesen einzugehen. Hier lernen Sie und Ihr Hund die richtige Kommunikation zueinander kennen, die wichtigsten Kommandos und auch was Sie tun können, um alte Verhaltensmuster abzulegen. Während der Hundeerziehung in der Hundeschule hat Ihr Hund Kontakt mit anderen Hunden und Besitzern und lernt, sich anderen gegenüber sozial zu verhalten. Ob Sie in eine Hundeschule gehen sollten, hängt auch vom Hund ab. Hat Ihr Tier einen besonders sturen Charakter, ist dies meist die beste Lösung. Wenn Sie einen Hund der Sorte „Gebrauchshund / Arbeitshund“ haben – heißt, das sind Hunde, die für einen speziellen Zweck, wie Jagen, Hüten, Wachen… gezüchtet wurden, sollten Sie sich ebenfalls Trainingseinheiten in einer Hundeschule holen. Diese Hunde müssen meist mehr gefordert und ausgelastet werden. Auch bei anderen Rassen kann durch eine Hundeschule Fehlverhalten und Auffälligkeiten vorgebeugt werden. Eine Hundeschule hilft den meisten Hunden, Kommandos zu befolgen und gleichzeitig richtig und freundlich mit Ihnen und anderen Hunden zu kommunizieren. 

Was sollte ein Hund unbedingt können?

Die wichtigsten Kommandos wie „Platz“, „Sitz“, „Bleib“, „Nein“, „Aus“, „Hier“ oder „Bei Fuß“ sollte jeder Hund im Schlaf können. Das beeinflusst die Sicherheit im Straßenverkehr, gegenüber anderen Menschen und Tieren, sowie sein Verhalten bei Stresssituationen. Ebenso sollte Ihr Hund stubenrein sein und wissen, dass er sein Geschäft nur draußen erledigen darf. Es ist außerdem wichtig, dass Ihr Hund stundenweise allein sein kann, dass er auf Abruf bleiben und bei Fuß gehen kann, ohne an der Leine zu ziehen. Er sollte am Tisch nicht betteln (deshalb sollten Sie das ignorieren) und auf andere Hunde und Menschen freundlich und nie aggressiv reagieren. Ihre Befehle an Ihren Hund sollten stets klar sein und die Erziehung weitgehend konsequent – so kann Ihr Hund Sie als Rudelanführer ansehen und auf Ihre Befehle achten. Sie sollten sich auch überlegen, Ihrem Hund beizubringen, den Mund aufzumachen (Befehl „Zähne“ für Tierarztbesuche und Zahnpflege). Ebenso Pfote geben, für die Krallenpflege. Alles was Ihr Hund einmal gelernt hat, bleibt bestehen und Sie müssen Ihn nur gelegentlich einmal daran „erinnern“.

Können ältere Hunde noch etwas in der Hundeschule lernen?

Auch ältere Hunde können noch neue Dinge lernen. Es ist ähnlich wie bei den Menschen – in der Schule fällt das Lernen noch leicht, während es im Alter zunehmend schwieriger wird, sich Dinge zu merken. Möglicherweise benötigen Sie mehr Zeit, um Ihrem älteren Hund etwas beizubringen. Daher ist es mit älteren Hunden einfacher, in eine professionelle Hundeschule zu gehen, als es mit der Hundeerziehung selbst zu versuchen. Sie können auf bereits gelernte Kommandos und Verhalten aufbauen. Schlechte Verhaltensmuster lassen sich jedoch nur schwer ablegen und Hunde benötigen die richtige Konzentration sowie Motivation. Fakt ist, dass es den meisten Hunden guttut, noch einmal etwas zu lernen und gefördert zu werden. Es werden Bereiche angeregt, die sonst stillliegen. Ähnliche wie beim Menschen fängt auch der Hund an, geistig abzubauen, wenn er nicht mehr gefördert wird. Bei älteren Hunden ist lediglich darauf zu achten, das Training an den Hund, seine Schnelligkeit und Gesundheit anzupassen. Ebenso sollte man im Alter für seinen Hund kein Perfektionist mehr sein – ob die Übung nun etwas langsamer erfolgt oder etwas abgewandelt, sollte eine kleinere Rolle spielen als bei jüngeren Tieren. Es gibt dennoch Tricks und Tipps für die späte Hundeerziehung. Zum Beispiel in Form von Hunde Clicker-Training. Mit diesem kann man dem Hund zum Beispiel antrainieren, verschiedene Sachen zu berühren (mit der Schnauze). Er kann hierbei einen Gegenstand aus vielen heraussuchen oder etwas verstecktes finden.

Wie funktioniert Clicker-Training?

Clicker-Training (oder auch Klicker-Training) funktioniert durch die Geräuschquelle. Es könnte auch ein Ausruf oder ein Schnalzen mit der Zunge sein – das Hunde Clicker-Geräusch funktioniert jedoch immer gleichmäßig und hat hohen Wiederkennungswert. Für die richtige Anwendung sollten Sie im richtigen Moment auf den Clicker drücken, damit Ihr Hund versteht, was passiert. Beispiel: Wenn Ihr Hund nicht bei Fuß geht, klicken Sie genau in dem Moment, in dem er perfekt neben Ihnen hergeht. Klicken Sie noch einmal in dem Moment, wenn Sie ihn dafür loben oder ihm ein Leckerli geben. So kann Ihr Hund verstehen, was Sie von ihm wollen und die Situationen miteinander verknüpfen. Außerdem gibt es Leckerlis – also ist dies etwas Gutes für Ihren Hund. 

Wie alt sollte mein Hund sein, um in die Hundeschule zu gehen?

Wenn Sie einen Welpen haben, sollte dieser frühestens ab der achten Woche zur Hundeschule gehen. So lernt er gleich soziale Kontakte mit anderen Hunden und deren Besitzern kennen und tut sich leichter mit seinen Artgenossen. Viele Hundeschulen bieten extra Welpenstunden an, bei denen auf die Bedürfnisse und das Verhalten besonders junger Hunde eingegangen wird. Wenn Sie noch frischgebackener Mitbewohner eines Hundes sind (kein Welpe, sondern aus dem Tierheim), sollten Sie eine kurze Eingewöhnungsphase abwarten, bevor Sie mit vielen Befehlen oder einer Hundeschule beginnen. Der Einzug ist schon stressig genug und Ihr Hund wird etwas Zeit brauchen, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Suchen Sie nach dieser Eingewöhnungsphase das Gespräch mit einem Hundetrainer / einer Hundeschule und besprechen Sie, wann Sie mit der Ausbildung anfangen sollten. Hier kann das Startdatum von einem Profi eingeschätzt werden, um Ihren Hund weder zu unter-, noch zu überfordern. Die Grundregeln jedoch sollte er bereits von Anfang an kennenlernen. Welche Orte sind für ihn verboten, Stubenreinheit und so weiter.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um seinen Hund erfolgreich zu erziehen?

Um Ihren Hund gut zu erziehen, sollten Sie stets konsequent mit Ihren Befehlen und Regeln sein. Zur erfolgreichen Hundeerziehung gehört nicht nur das Verhalten des Hundes, sondern auch Ihres. Ein Hund versteht Konsequenz und Beständigkeit nicht, warum er plötzlich etwas darf oder nicht darf, was zuvor gegenteilig gehandhabt wurde. Stellen Sie klare Regeln auf und achten Sie darauf, dass diese Regeln vom Hund verstanden und befolgt werden. Bleiben Sie souverän und versuchen Sie immer, die Kontrolle über die Situation zu behalten – Sie werden der neue Rudelanführer Ihres Hundes und sollten sich auch so verhalten. Loben Sie ihn, wenn er etwas gut gemacht hat und versuchen Sie, ihm die Zusammenhänge seines Verhaltens und Ihrer Reaktion klarzumachen – eine Stunde später wegen etwas zu schimpfen, wird er schlicht nicht verstehen. Nehmen Sie sich kleine Schritte für Ihr Hundetraining vor und überfordern Sie Ihr Tier nicht. Eins nach dem Andern, aber dafür richtig. 

Worauf sollte man bei der Hundeerziehung achten?

Für die Hundeerziehung sollten Sie diverse Faktoren berücksichtigen:

1.      Das Alter: Welpen lernen sehr schnell sehr viel – Üben Sie also möglichst kurz und dafür oft. Hunde im Teenager-Alter sind oft etwas fahrig oder unkonzentriert. Deshalb sollten Sie in diesem Alter nicht ungeduldig werden – lassen Sie Ihrem Hund etwas mehr Zeit und bleiben Sie konsequent. Erwachsene Hunde haben oft schon bestimmte Verhaltensmuster verinnerlicht oder Charakterzüge angenommen, auf die Sie eingehen und die Sie berücksichtigen sollten. Bei älteren oder Senioren-Hunden sollten Sie sich darauf einstellen, dass alles etwas länger dauern kann oder nicht ganz perfekt ausgeführt wird. Das sollte bei Senioren akzeptiert werden.

2.      Gut gemacht / Schlecht gemacht: Sie sollten Ihrem Hund immer gleich zeigen, ob er etwas richtig oder falsch gemacht hat. So kann er das Ereignis verknüpfen und beim nächsten Mal besser machen. Belohnen Sie das von Ihnen gewünschte Verhalten mit Lob oder Streicheleinheiten. Rügen und Belohnungen für richtiges Verhalten sollten immer unmittelbar nach dem Ereignis erfolgen, da der Hund die Geschehnisse sonst nicht in Zusammenhang bringen kann. Wenden Sie bei falschem Verhalten nie Gewalt an. Meist reicht ein striktes „Nein“, oder ähnliche Tricks, um Ihrem Hund zu verdeutlichen, dass er falsch liegt. 

Tipp: Lautes Schreien kann dazu führen, dass der Hund erschrickt oder sich Ihnen gegenüber verschließt. Fragen Sie sich, warum er vielleicht falsch gehandelt hat und ob es dafür einen Grund gibt. Beispiel: Kennt Ihr Hund den Unterschied zwischen „Ball“ und „Stock“, und Sie werfen im Wald einen Ball, den er Ihnen holen soll. Hier kann es sein, dass er Ihnen einen Stock bringt, weil sehr viele auf dem Weg herumgelegen sind. Ihr Hund weiß, dass er Ihnen etwas bringen soll und wurde auf dem Weg zum Ball abgelenkt. Für Tiere, die komplett im Moment leben, kann so etwas schon sehr verwirrend sein.

3.      Konsequent bleiben: Bleiben Sie Ihren Prinzipien treu. Hunde, wie auch Kinder, testen Ihre Grenzen aus. Nur wenn Sie konsequent zu Ihren Regeln stehen, wird Ihr Hund Sie auch für voll nehmen und sich fügen.

4.      Zeit lassen: Erzwingen Sie nichts, was für Ihren Hund im Moment zu viel wäre. Lassen Sie ihm die Zeit, die er braucht und bleiben Sie dabei geduldig und konsequent.

Wie alt sollte mein Hund sein, wenn ich mit dem Training beginne?

Wenn Sie mit einem Welpen zur Hundeschule gehen, können Sie bereits nach acht Wochen damit beginnen. Zuhause können Sie ihn direkt ab Tag 1 mit den Grundregeln vertraut haben. Darf er aufs Sofa? Darf er in die Küche? Versuchen Sie, so früh wie möglich, Ihren Hund stubenrein zu bekommen. Befehle und Kommandos können Sie dann ebenfalls nach 6-8 Wochen mit Ihrem Welpen starten. Für ältere Hund gibt es keine Ober- oder Untergrenze. Sie sollten aber eher früher als später damit anfangen, da das Verhalten Ihres Hundes so noch leichter gesteuert werden kann. Das Training wird schwieriger, wenn sich gewisse Verhaltensmuster bereits über lange Zeit eingebrannt haben. 

Worauf reagiert der Hund bei der Erziehung?

Ihr Hund reagiert in der Hundeerziehung vor allem auf positive Erlebnisse. Daher ist es weniger wichtig, ihn bei falschem Verhalten zu schimpfen, als ihn bei richtigem Verhalten zu belohnen. Deshalb spielen vor allem Leckerli, Streicheleinheiten oder Freizeitpausen wie herumtollen eine große Rolle. Hunde versuchen in der Regel den Weg zu wählen, der Erfolg verspricht. Haben sie bereits einmal etwas gut gemacht und wurden sie dafür belohnt, ist der Anreiz groß, sich wieder etwas Gutes dazuzuverdienen. Das Lob für Gut, oder der Tadel für Schlecht, sollten immer direkt im Anschluss an das Geschehnis erfolgen, damit Ihr Hund die Zusammenhänge lernen kann.   

Welche Ausrüstung benötige ich für die Hundeerziehung?

Für eine umfassende Hundeausbildung benötigen Sie einige Utensilien, die Sie eventuell schon haben. Je nach Training brauchen Sie jeweils unterschiedliche Dinge – fürs Fährten-Lesen brauchen Sie wieder andere Ausrüstung als für das erste Benimm-Training. Was Sie in jedem Fall immer als Grundausstattung brauchen, ist Folgendes:

  • Eine normale Leine, keine Flexileine
  • Ein Ausbildungsgeschirr oder Brustgeschirr
  • Spielzeug, welches Ihr Hund gerne mag
  • Napf und Leckerli für Ihren Hund (die Leckerlis sollte in einem Beutel stecken, den Sie sich am Körper befestigen können)

Für erweiterte Trainings, wie zum Beispiel Dummy-Training, benötigen Sie eventuell eine Hundepfeife, einen Clicker oder auch Dummies. Achten Sie bei Ihrer Ausstattung stets darauf, dass das Ausbildungsgeschirr und die Leine gut sitzen und nicht reiben. Prüfen Sie regelmäßig die Click-Verschlüsse oder Karabiner, ob diese intakt und funktionstätig sind.

Tipp: Das Hundetraining findet fast immer bei JEDEM Wetter statt. Achten Sie deshalb darauf, auch sich selbst sicher und wasserfest einzupacken. Wenn Sie lange draußen stehen, wird es schnell kalt. Deshalb empfehlen wir, eine Mütze, sowie wasserdichte Schuhe und eine Soft- oder Hardshell-Jacke anzuziehen.